Woche 7.

In meinem Kopf wirbelt alles durcheinander. So viele Gedanken, so viele Möglichkeiten und viele verschiedene Wege die wir gehen könnten. Ich kann tagsüber kaum abschalten. Abends nicht einschlafen. Und morgens bin ich müde. Dem Mann geht es nicht anders. Diesen Schwebezustand, dieses Nicht-Wissen wohin uns unser Weg führt, diesen keinen-Plan-haben ist für uns beide nur schwer  auszuhalten. Der Juli.Junge spürt unsere Ruhelosigkeit. Auch er wird unruhig, findet abends nur schwer in den Schlaf und ist sogar nachts wach. Seine kleine sensible Seele spürt ganz genau, dass wir gerade eine anstrengende Zeit haben… Wir sehnen uns alle drei nach entspannten Tagen ohne Gedankenkarussell. Deswegen verbringen wir nochmal einen Tag am Lieblingsstrand vom Juli.Jungen und hoffen hier etwas abschalten zu können.

      

An dem Morgen, an dem sich sicher 8-9 verschiedene Regenbogen zeigen, erkunden wir das kleine Wäldchen, das nur wenige 100 Meter von unserem Haus entfernt ist.

   

An einem anderen Tag verschlägt es uns nach Ballybunion und die Rückfahrt von dort führt uns an der Küste entlang. Und an den Strand von Ballyheigue.

       

Ausserdem machen wir eine kleine Wanderung am Caragh Lake und werden mit einem unglaublichen Ausblick belohnt.

     

Und natürlich verbringen wir auch diese Woche ein paar Stunden am Strand und in den Dünen von Rossbeigh.

      

Aber der Juli.Junge freut sich am meisten über unseren Auflug zum Monorail Museum in Listowel und die Fahrt dort mit der Einschienenbahn.

      

Wir entdecken weiterhin viele wunderbare Orte, geniessen diese wilde irische Landschaft und haben dennoch zum ersten Mal das Gefühl, dass es genug ist. Genug entdeckt. Genug gesehen. Zumindest für den Moment.
  

Und dann ruft das Herz plötzlich ganz laut nach einer Rückkehr nach Deutschland. Aber wie kann man sich denn da noch selbst vertrauen, wenn es vorher so sehr für dieses Abenteuer in Irland geschlagen hat? Ich fühle mich fast so, als ob ich mich selbst verloren habe… Woher weiss ich denn, ob das nur so eine Heimweh-Phase ist? Oder doch echt?
Der Juli.Junge hat auch Heimweh. Nach seiner Omi und der anderen Oma. Den Opas. Er vermisst die Katze der Omi. Die Tanten und seine Mili. Und er vermisst seinen besten Freund. Und eigentlich, sagt er, will er ja auch gar nicht in Irland wohnen. Sondern in Deutschland. Am besten direkt neben der Omi, damit er sie jeden Tag sehen kann. Und er will ein Königskind im Kindergarten sein und er will in Deutschland zur Waldorf-Schule gehen. Und weil uns das fast das Herz bricht und weil er ja doch auch irgendwie genau das ausspricht, was wir seit Tagen in unserem Kopf hin- und her wälzen, hab ich in unserem wundervollen alten Kindergarten einfach nachgefragt, wie es denn mit den Plätzen momentan aussieht. Und natürlich sind alle Plätze belegt. Aber sie würden es ganz wundervoll finden, wenn der Juli.Junge wieder kommen würde. Und deshalb, stellen sie jetzt einen Antrag auf einen zusätzlichen Platz für ein weiteres Kind. Unser Kind. Und natürlich ist das alles ohne Garantie. Aber, es wäre eine Möglichkeit.

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