Woche 5.

Die beiden letzten Tage vor unserem Umzug verbringen wir die meiste Zeit im Haus. Zum Einen ist das Wetter nicht so gut, zum Anderen packen wir natürlich auch unsere Sachen zusammen. Viel es es nicht, da wir das meiste ja gar nicht erst ausgepackt haben. Nur zum Flughafen müssen wir noch, um unseren Leihwagen zurückzugeben und um den Transporter abzuholen, mit dem wir unsere Sachen umziehen. Wir haben nicht den Drang die Gegend zu erkunden oder neue schöne Orte zu entdecken. Wir freuen uns auf das neue Haus und den Südwesten. Davon abgesehen ist es mit einem Transporter auch eher unpraktisch die schmalen Straßen zu befahren.

Der Tag vom Umzug startet sehr chaotisch und wir fahren erst mit einiger Verspätung los. Das Wetter ist wirklich schlecht und selbst für irische Verhältnisse regnet es ziemlich viel. Nachdem wir endlich angekommen sind und ausgeladen haben, müssen wir den Transporter am Flughafen wieder zurückgeben und nehmen direkt den neuen Mietwagen mit. Da wir unsere Führerscheine noch nicht in irische umgetauscht haben, ist es fast günstiger für uns mit Mietautos zu fahren anstatt uns eins zu kaufen und zu versichern.

Danach packen wir das Nötigste aus, die beiden Männer bauen das Bett und die Regale vom Juli.Jungen auf und ich putze die – mal wieder – schmuddelige und verdreckte Küche. Meine Laune sinkt minütlich. Dieser ganze Tag ist irgendwie mies. Wir sind müde und erschöpft und irgendwie auch niedergeschlagen. Dabei hatten wir uns so gefreut hier anzukommen.

Der nächste Tag startet auch eher bedrückt. Wir fühlen uns ähnlich wie bei unserer Ankunft in Ennis. Alleine irgendwie. Und in meinem Kopf ist immer wieder die Frage ob das wirklich so richtig war, nach Irland zu kommen. Wir packen also noch ein paar unserer Sachen aus und fahren am Nachmittag zum Rossbeigh Beach. Um uns den Kopf freipusten zu lassen.

        

Und obwohl ich zwei wunderschöne Meerglas-Stücke finde, klappt das mit dem freipusten nur so halb. Ich hab Heimweh. Aber nicht nach Deutschland unbedingt. Sondern nach einem Ort der mein Zuhause ist. Einem Ort an dem wir bleiben können. Und obwohl wir absichtlich nach einem Haus gesucht haben, dass wir nur 3 Monate mieten können, ist das jetzt schwer für mich, weil es mich am Ankommen hindert.

Am Tag nach diesen schweren Gedanken hört der Regen endlich auf und wir machen einen kleinen Road Trip durch die Umgebung. Wir finden eine alte Kirche mit Friedhof, die gar nicht weit von unserem Haus ganz versteckt liegt, und die wir nur wieder mit Hilfe eines Caches gefunden haben. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber es ist tatsächlich so, dass wir die wunderschönsten Fleckchen nur dadurch gefunden haben und wirklich viel Spass daran haben. An vielen Dingen geht man sonst einfach vorbei.

    

Ausserdem haben wir den Lake Caragh umfahren, was wirklich wundervoll war. Die Landschaft dort ist sehr beeindruckend und atemberaubend. Durch das blühende Heidekraut und den Stechginster leuchtet alles lila und gelb.

    

Auf unserem Weg um den See herum hielten wir auch an der Blackstones Bridge.

  

Und wir hielten an einer anderen wunderschönen Stelle, die auch der Juli.Junge sehr toll fand und von der er gar nicht mehr weg wollte.

Auch in Killarney verbringen wir ein paar Stunden. Seit unserem letzten Besuch dort vor über 10 Jahren hat es sich sehr verändert. Aber da Killarney eben DIE Touristenstadt ist, ist das auch kein Wunder. Wir haben aber trotzdem eine tolle Zeit im National Park. Und wie schon beim letzten Mal lassen wir uns mit einem Jaunting Car durch den Park ziehen und kommen so auch am Ross Castle vorbei…

        

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