Woche 4.

Wir suchen also ziemlich verzweifelt die irischen Immobilienseiten nach, für uns passenden Angeboten, ab. Haben aber auch die nächsten Tage nicht wirklich Glück. Die meisten Menschen in Irland leben in ihrem eigenen Haus, nicht zur Miete. Und alles was vermietet wird, wird normalerweise erst mal für ein Jahr vermietet und dann entweder für ein Jahr verlängert oder eben nicht. Da wir aber nach Kerry wollen und auch noch keine Arbeit hier haben, wollen wir nicht gleich ein Haus für ein ganzes Jahr. Also wollen vielleicht doch schon, aber es macht momentan keinen Sinn für uns, soweit im Vorraus zu planen. Ohne Arbeit und so. Wir suchen also ein Ferienhaus oder eben ein Haus für wenige Monate. Und bezahlbar. Anscheinend unmöglich.
Vor lauter Verzweiflung und bevor uns die Decke auf den Kopf fällt, wagen wir nochmal einen kurzen Versuch mit den Fahrrädern. Die Fahrräder sind so ziemlich das Unnötigste was wir nach Irland mitgebracht haben. Also nicht unbedingt das vom Juli.Jungen. Der fährt hier öfter mal auf der Straße herum. Aber das von Herr R. und meins. Unnötig sind sie deshalb weil es entweder regnet oder arg windig ist. Oder beides. Meistens beides. Und wenn es tatsächlich mal einen Tag weder regnet noch stürmt, dann ist es hier einfach viel zu hügelig. Eine Tatsache die mir in unseren Urlauben (mit dem Auto) nie wirklich aufgefallen ist.

Diese Woche treffen wir zum ersten Mal die Home-Education-Gruppe, die ich gefunden habe. Eine Gruppe aus Eltern und Kindern, die ihre Kinder alle selbst zuhause unterrichten und sich öfter treffen und mit den Kindern verschiedene Unternehmungen machen. Die Gruppe geht öfter zum töpfern und dieses Mal sind wir auch dabei… Es sind zwar wieder 2 Stunden Fahrt, aber das ist ja hoffentlich bald anders.

Unglaublicherweise fanden wir am Abend vor dem Treffen eine neue Anzeige auf einer der Immobilienseiten und konnten einen Termin nach dem Töpfern ausmachen. Ein riesiges Haus. Eigentlich viel zu gross für uns. Aber toll. Und ruhig gelegen. Also wirklich ruhig. Fast einsam. Aber trotzdem in der Nähe von grösseren Städten. Und, nur für 3 Monate, was für uns absolut wunderbar ist.

Und eine Stunde später, als wir vor der Heimfahrt noch am Meer waren und der Juli.Junge im 15 Grad kalten Atlantik badete und wir alle Sorgen für kurze Zeit vergessen konnten und einfach nur glücklich waren, genau da, am Meer, kam die Zusage für dieses tolle, grosse, einsame Haus. In das wir nur 7 Tage später einziehen können.

  
Mit viel leichterem Kopf können wir auch die nächsten Tage noch geniessen. Also machen wir das, was uns die letzte Woche schon soviel Spass brachte: wir gehen Schätze (Geocaches) suchen und entdecken tolle Orte. Und so finden wir ein ganz wunderbares Freilicht-Museum.
       

Und dann wollten wir den Juli.Jungen eigentlich mit einem Besuch in einem kleinen Eisenbahn-Museum mit Dampflokfahrt überraschen. Als wir dort ankamen, sah es aber eher so aus, als ob das Museum schon länger nicht mehr existiert. Also haben wir nicht lange überlegt und sind die Strasse einfach weitergefahren. Loop Head Drive. Wir haben uns treiben lassen, unterwegs wieder ein paar Caches eingesammelt und so eine wundervolle kleine Reise an den äußersten Zipfel von County Clare gemacht. Wir standen an der Spitze dieser Halbinsel quasi mitten im Atlantik, den Wind in den Haaren und das Salz auf den Lippen. Dieser wilde Ozean ist so unglaublich beindruckend. Und unsere Herzen voll Dankbarkeit, dass wir all das erleben können…

      

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