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Mein Name ist Kerstin. Und morgen ziehe ich zusammen mit meinem Mann und unserem Sohn nach Irland.

Dieser Blog soll kein Ratgeber werden. Es gibt bestimmt viele andere Wege wie man so eine Auswanderung „richtiger“ machen kann. Mit mehr Sicherheiten, vielleicht auch besser organisiert. Es gibt ganz sicher so viele verschiedene Wege wie Menschen die auswandern. Daher ist dieser Blog eher eine Sammlung von dem was wir erleben, was uns bewegt, über was wir nachdenken. Unser Weg eben. Es ist ein Ort an dem wir dieses Abenteuer festhalten können. Und mit Menschen, die es interessiert, teilen.

Die wohl häufigste Frage, die uns gestellt wurde und wird, ist: warum geht ihr denn nach Irland? Nun. Natürlich stand in erster Linie der Wunsch nach einem Abenteuer. Einer Veränderung. Und auch etwas der Wunsch aus unserem geradlinigen Leben auszubrechen. Etwas zu wagen, riskieren und zu erleben. Unser Sohn geht noch nicht zur Schule und der Zeitpunkt schien uns am besten, solch eine Veränderung noch vor dem Schulstart zu machen. Und dann hat uns Irland natürlich schon immer gefallen. Wir waren schon mehrere Male dort in Urlaub. Es ist englischsprachig und es liegt in der EU. Es ist mit dem Flugzeug recht schnell zu erreichen. Das sind Gründe für den Kopf und den Verstand. Davon aber ganz abgesehen und viel wichtiger, habe ich mein Herz an diese Insel verloren als ich 2006 zum ersten Mal dort war. Und seitdem war da eine grosse Sehnsucht in mir, die auch durch weitere Urlaube nur wenig gestillt wurde.

Als kleine Sicherheit kümmerte sich Herr R. die Monate vor unserer Abreise um eine irische Zulassung für seinen Beruf. Eine feste Jobzusage hat er in Irland trotzdem nicht. Den Juli.Jungen haben wir in einer irischen Waldorfschule eingeschrieben. Wobei er aber schon angemerkt hat, dass er sich nicht zur Schule trauen wird, weil ihn niemand versteht und alle Kinder englisch sprechen. Mal sehen, ob er es sich noch anders überlegt.

Wir verlassen also unsere relative Sicherheit, unsere Wohnung, unsere Familien und Freunde. Trennen uns von unseren Autos, unseren Möbeln und von vielen unserer Sachen – für ein Abenteuer. Ein grosses Abenteuer. Bei dem wir noch gar nicht wissen wie es ausgeht. Vielleicht klappt es gut in Irland. Vielleicht fühlen wir uns so wahnsinnig wohl, dass wir gar nicht mehr nach Deutschland zurück wollen. Vielleicht haben wir aber auch ganz schlimmes Heimweh und vermissen unser gewohntes Umfeld so sehr, dass wir entscheiden wieder zurück zu gehen. Solange wir es aber nicht versuchen wissen wir es nicht. Und ich will mich nicht in 10-15 Jahren fragen, wie das wohl gewesen wäre nach Irland zu ziehen als wir die Chance dazu hatten.

Wir fangen also ganz neu an. Und das ist ganz schön befreiend. Auch ein bisschen beängstigend. Und aufregend. Wahnsinnig aufregend. Aber wir fühlen uns absolut bereit für diesen Umzug.

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